Methodik
IFM – die Konvergenz von BIM und digitaler Fabrik über den gesamten Fabriklebenszyklus.
Detaillierte Erläuterung
Das Integrated Factory Modeling (IFM) ist eine ganzheitliche Methodik, die zwei bisher weitgehend getrennte Welten zusammenführt: das aus dem Bauwesen bekannte Building Information Modeling (BIM) und das Konzept der Digitalen Fabrik aus der produzierenden Industrie.
BIM bezeichnet die Erstellung und das Management eines digitalen Zwillings von Gebäuden und baulichen Anlagen. Die Digitale Fabrik beschreibt den Ansatz, Fertigungsprozesse, Produktionsanlagen und Fabriklayouts digital zu planen, zu simulieren und zu optimieren. IFM vereint beide Ansätze – mit einem zentralen, stets aktuellen digitalen Abbild der gesamten Fabrik als Herzstück.
Im Kern von IFM steht ein zentrales, digital gespeichertes Fabrikmodell – nicht nur von einer Abteilung, sondern von allen Beteiligten und allen Lieferanten. Dieses Modell wird über den gesamten Lebenszyklus der Fabrik hinweg gepflegt und aktualisiert.
Das IFM-Modell ist kein statisches Dokument, sondern ein lebendiges, kontinuierlich aktualisiertes digitales Abbild – die einzige zuverlässige Quelle der Wahrheit für alle Beteiligten.
Ein entscheidender Aspekt von IFM ist die phasenübergreifende Vernetzung aller Projektbeteiligten: von der ersten Planung und Konzeption über den Bau und die Inbetriebnahme bis hin zum laufenden Betrieb, der Optimierung und schließlich der Umrüstung oder dem Rückbau. IFM stellt sicher, dass all diese Beteiligten auf der Grundlage desselben, stets aktuellen Informationsmodells arbeiten.
IFM berücksichtigt alle Assets mit Relevanz für eine wertschöpfende und nachhaltige Produktion:
Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen mit gewachsenen Produktionsstandorten bietet IFM enormes Potenzial. Häufig existieren bereits umfangreiche Anlagen, deren Informationen jedoch verteilt auf verschiedene Abteilungen oder gar nicht digital vorliegen. IFM schafft Transparenz, reduziert Komplexität und bildet die Grundlage für alle weiteren Digitalisierungsmaßnahmen.
IFM ist nicht nur ein Dokumentationswerkzeug – es ist die strategische Grundlage für alle weiterführenden Industrie-4.0-Initiativen. Ob Echtzeit-Monitoring, Cloud-Anbindung, KI-gestützte Analysen oder Industrial Metaverse: all diese Vorhaben profitieren erheblich von einem konsistenten, zentralen Fabrikmodell als Datenbasis.
Asset-Kategorien

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